Absicherung von Sach- und Vermögenswerten

Um Ihre Sach- und Vermögenswerte abzusichern stehen Ihnen ein Vielzahl unterschiedlicher Versicherungen zur Verfügung. Sie fallen unter den Sammelbegriff Sachversicherungen. Nicht alle nachfolgend genannten Versicherungen sind für alle Personen gleichermaßen wichtig. Hier ist entscheidend ob Sie das entsprechende Risiko betrifft, bzw. ob Ihnen das Risiko den Beitrag wert ist. Im Einzelnen handelt es sich um:

Haftpflichtversicherung

Wer einem Anderen einen Schaden zufügt, ist gesetzlich dazu verpflichtet diesen zu ersetzen - und zwar in unbegrenzter Höhe. Dies ist geregelt in § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Und das kann oft schneller gehen, als man denkt. Eine kleine Unachtsamkeit und schon ist es passiert.

Hier ein paar Beispiele:

Haftpflichtversicherung
  • Beim Überqueren der Straße wird ein Fahrradfahrer übersehen. Dieser stürzt, verletzt sich und das Fahrrad wird beschädigt. Er fordert Schmerzensgeld und die Reparatur des Fahrrades.
  • Beim Fußballspielen trifft der Sohn mit einem grandiosen Schuss die preisgekrönten Rosen des Nachbarn. Der fordert Schadensersatz.
  • Beim Einkaufen fällt Ihnen plötzlich ein, dass Sie etwas vergessen haben. Ruckartig drehen Sie sich um, um zum Regal zurückzugehen. Leider ist der Kunde hinter Ihnen zu nah und kann nicht mehr ausweichen. Beim Zusammenprall fliegt die Brille des Hintermann zu Boden und bricht.
Diese Liste an Beispielen würde sich noch beliebig fortsetzen lassen. Die Kosten des Schadensersatz übernimmt für Sie eine Haftpflichtversicherung. Darüber hinaus überprüft die Haftpflichtversicherung ob eine Schadensersatzforderung berechtigt ist (passiver Rechtsschutz). Berechtigte Schadensersatzansprüche werden übernommen, unberechtigte abgewiesen. Notfalls auch vor Gericht, ohne dass Ihnen dafür zusätzliche Kosten entstehen.

Es gibt verschiedene Arten von Haftpflichtversicherungen:

  • Privathaftpflichtversicherung: Deckt die Risiken im privaten Bereich
  • Haus- und Grundbesiterhaftpflichtversicherung: Für Vermieter von Haus, Wohnung oder Gründstücken
  • Gewässerschadenhaftpflichtversicherung: Schützt den Besitzer von Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen (z.B. Heizöltank)
  • Tierhalterhaftpflichtversicherung: Für Hunde- oder Pferdebesitzer. In manchen Bundesländern ist die Hundehalterhaftpflichtversicherung sogar gesetzlich vorgeschrieben.
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung: Als Bauherr sind Sie verantwortlich für alle Gefahren die von der Baustelle ausgehen.
  • Wassersporthaftpflichtversicherung: Schützt den Halter und die berechtigten Benutzer von Wassersportgeräten (z.B. Boote, Yachten)
  • Jagdhaftpflichtversicherung: Wer einen Jagdschein haben will, muss die Jagdhaftpflichtversicherung nachweisen.
Die Höhe der maximalen Entschädigung richtet sich nach der Deckungssumme. Über entsprechende Klauseln lässt sich der Versicherungsumfang erweitern und Ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen - z.B. bei der Privathaftpflicht Mitversicherung sogenannter deliktunfähiger Kinder, Tagesmuttertätigkeit, berufliche Schlüssel etc.

Das sollten Sie über die Privathaftpflichtversicherung wissen:

  • Die Deckungssumme sollte mindestens 3 Mio. Euro betragen, besser sogar 5 oder 10 Mio. - der Beitragsunterschied ist nur minimal.
  • Eine sinnvolle Leistungserweiterung ist die Mitversicherung von Gefälligkeitshandlungen, Allmählichkeitsschäden, Mietsachschäden, elektronischer Datenaustausch (Internetnutzung)
  • Deliktunfähige Kinder: Schäden die durch Kinder bis zum 7. Lebensjahr, im Straßenverkehr bis zum 10. Lebensjahr verursacht werden, werden nur übernommen, wenn Sie als Eltern die Aufsichtspflicht verletzt haben. Wenn Sie Kinder in dem Alter haben, achten Sie darauf, dass die Klausel "deliktunfähige Kinder" mitversichert ist.
  • Berufliche Schlüssel: Wenn Sie Schlüssel zu Betriebsräumen von Ihrem Arbeitgeber erhalten, sollten diese unbedingt mitversichert werden. Bei Verlust kann es sonst sehr teuer werden.
  • Amtshaftpflicht: Als Beamter oder Angestellter im öffentlichen Dienst, benötigen Sie evtl. eine separate Amts- bzw. Diensthaftpflicht. Unbedingt klären.

KFZ-Versicherung

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen KFZ-Haftpflichtversicherung, gibt es auch die Fahrzeugversicherung (Kasko). Diese unterscheidet sich in Teilkasko und Vollkasko.

Die Teilkasko deckt folgende Schäden:

  • Brand und Explosion
  • Entwendung - Diebstahl und Raub des Fahrzeugs oder der mitversicherten Teile
  • Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung
  • Zusammenstoß mit Tieren - je nach Tarif und Gesellschaft zählt hier z.B. nur Haarwild nach § 2 des Bundesjagdgesetz oder auch weitere Tiere.
  • Glasbruch
  • Kurzschlussschäden an Verkabelungen
  • Marderbiss - je nach Tarif und Gesellschaft mit oder ohne Folgeschäden

Die Vollkasko deckt zusätzlich Schäden die verursacht wurden durch:

  • Unfall (Blechschäden am eigenen Fahrzeug)
  • Mut- oder böswillige Handlung Dritter (Vandalismus)
Zusätzlich können bei der KFZ-Versicherung eingeschlossen werden z.B. Insassen-Unfallversicherug, Autoschutzbrief und noch weiter Leistungen. In der KFZ-Versicherung gibt es zum Teil erhebliche Leistungsunterschiede zwischen den Gesellschaften und ihren einzelnen Tarifen. Die meisten Gesellschaften bieten mindestens zwei Tarifvarianten an. Eine "Billig"-Variante und einen leistungsstärkeren Tarif.

Das sollten Sie über die KFZ-Versicherung wissen:

Wesentliche Unterschiede zwischen "Billig-" und leistungsstärkeren Tarifen sind vor allem:
  • Mallorca-Deckung: Nimmt man im europäischen Ausland einen Mietwagen, so sind meist geringere Deckungssummen versichert, als die in Deutschland geltenden Mindestsummen. Die Mallorca-Deckung übernimmt im Schadensfall den Differenzbetrag.
  • Auslandsschadenschutz: Kommt es im Ausland zu einem unverschuldeten Unfall, übernimmt die eigene Haftpflichtversicherung die Regulierung des Eigenschadens und rechnet dann mit der ausländischen Versicherung ab. So erspart man sich als Geschädigter die oft langwierige und komplizierte Korrespondenz mit ausländischen Versicherungsunternehmen.
  • Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit: Wird ein Unfall grob fahrlässig verursacht (z.B. zu schnelles Fahren, rote Ampel überfahren etc.), so kann der Versicherer die Leistung in der Kaskoversicherung kürzen. Wird auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet, erfolgt keine Kürzung.
  • Neu- bzw. Kaufpreisentschädigung: Gerade wenn Sie einen Neuwagen oder "jungen" Gebrauchten besitzen ist dies ein sehr wichtiges Leistungsmerkmal. KFZ-Versicherungen unterscheiden sich zum Teil sehr gravierend von der Dauer, wie lange bei einem Totalschaden oder Diebstahl der Neu- (bei Neuwagen) bzw. Kaufpreis (bei Gebrauchtwagen) erstattet wird.
  • Erweiterte Wildschadenklausel: Standardmässig ist in der Teilkasko der Zusammenstoß mit Haarwild nach dem Bundesjagdgesetz versichert. Besser ist allerdings, wenn der Zusammenstoß mit Tieren aller Art als versichert gilt. Dann wird auch bei Unfällen z.B. mit einem Fasan gezahlt.
  • Folgeschäden durch Tier- oder Marderbiss: Der angeknabberte Kühlerschlauch ist in der Teilkasko mitversichert, nicht aber der Motor, der infolge Überhitzung kaputt ging. Außer es sind auch Folgeschäden mitversichert. Entscheidend ist dann die Höhe, bis zu der Folgeschäden bezahlt werden.

Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für die Wahrnehmung der rechtlichen Interessen. Es werden Varianten mit und ohne Selbstbeteiligung angeboten.

Folgende Bereiche können abgesichert werden:

  • Verkehrs-Rechtsschutz:Sämtliche auf den Versicherungsnehmer zugelassene Fahrzeuge sind versichert, aber auch die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und die Teilnahme als Fußgänger oder Radfahrer am Straßenverkehr. Statt aller Fahrzeuge ist es auch möglich, nur einzelne Fahrzeuge zu versichern.
  • Fahrer-Rechtsschutz: Hier sind Sie als Fahrer fremder Fahrzeuge versichert.
  • Privat- und Berufsrechtsschutz für Nichtselbständige: Deckt den privaten und beruflichen Bereich von Arbeitnehmern ab. Zusätzlich kann noch der Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz vereinbart werden. Dieser leistet bei Streitigkeiten mit Nachbarn, dem Vermieter, Miteigentürmern oder Behörden.
  • Privat- und Berufsrechtsschutz für Selbständige: Wenn Sie selbständig sind (auch nebenberuflich), so benötigen Sie diesen. Er deckt jedoch nur den privaten Bereich eines Selbständigen. Für Steitigkeiten im Zusammenhang mit dem Gewerbe gibt es den Firmen-Rechtsschutz.
  • Landwirtschafts- und Verkehrs-Rechtsschutz: Für Landwirte
  • Vermieter-Rechtsschutz: Interessenwahrung für Vermieter von Wohn- oder Gewerbeeinheiten. Der Beitrag richtet sich nach der Jahresbruttomiete.

Versichert sind die Leistungsarten:

  • Schadensersatz-Rechtsschutz - z.B. Sie stürzen im Winter auf einem nicht geräumten Gehweg und verletzen sich. Sie fordern Schmerzensgeld
  • Arbeits-Rechtsschutz - z.B. Sie sind mit dem Arbeitszeugnis Ihres letzten Arbeitgebers nicht einverstanden
  • Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht - z.B. Ihr Neuwagen weist Mängel auf
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz - z.B. Ihnen wird Lärmbelästigung vorgeworfen
  • Steuer-Rechtsschutz vor Gerichten - z.B. das Finanzamt erkennt eine Dienstreise nicht an
  • Sozialgerichts-Rechtsschutz - z.B. das Arbeitsamt verweigert die Förderung einer Weiterbildungsmaßnahme
  • Verwaltungs-Rechtsschuzt - z.B. man will Ihnen den Führerschein entziehen weil Sie zu alt sind
  • Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz - z.B. wegen angeblicher Körperverletzung eines Schülers wird ein Disziplinarverfahren gegen Sie als Lehrer eingeleitet
  • Straf-Rechtsschutz - z.B. Ihnen wird ein Verstoß gegen die Vorschriften des Umweltschutzes vorgeworfen
  • Spezial-Straf-Rechtsschutz - z.B. Ihnen wird vorsätzliche Körperverletzung vorgeworfen
  • Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz - z.B. Ihr Vermieter kündigt Ihnen wegen Eigenbedarf
  • und noch weitere Leistungsarten
Immer mehr Versicherer bieten als zusätzliche Leistung auch die Mediation an. Hierbei hilft ein Mediator, als unparteiische Person, einen Streit außergerichtlich beizulegen.

Grundsätzlich ausgeschlossen vom Versicherungsschutz einer Rechtsschutzversicherung sind Vorsatz und Verbrechen. Beim Spezial-Straf-Rechtsschutz besteht Versicherungsschutz beim Vorwurf angeblich vorsätzlich begangener Vergehen sowie bei bestimmten Verbrechenstatbeständen. Erfolgt jedoch eine rechtskräftige Verurteilung wegen einer Vorsatztat, erlischt der Versicherungsschutz und erbrachte Leistungen sind zurück zu erstatten.

Ebenfalls ausgeschlossen ist in der Regel auch das Baurisiko. Streitigkeiten die z. B. im Zusammenhang mit dem Erwerb oder Veräußerung von Grundstücken (für Bauzwecke), Planung und Errichtung eines Gebäudes oder Gebäudeteils entstehen sind nicht versichert.

Das sollten Sie über die Rechtsschutzversicherung wissen:

  • Bei manchen Angeboten sind Sie an ein bestimmtes Anwaltsnetz (z.B. APRAXA) gebunden. Wählen Sie einen anderen Anwalt, erhöht sich die Selbstbeteiligung.
  • Wieder andere Gesellschaften bzw. Tarife sehen eine gerichtliche Vertretung nur vor, wenn ein vorgeschaltetes Mediationsverfahren ohne Erfolg blieb.
  • Ein wesentlicher Unterschied jedoch ist, ob im Schadensersatz Rechtsschutz die Folgeereignis- oder Kausalereignistheorie gilt. Im Regelfall übernimmt eine Rechtsschutzversicherung die Kosten nur dann, wenn sowohl der Schaden selbst, als auch die Ursache für den Schaden nach dem Abschluss des Versicherungsvertrages liegt (Kausalereignistheorie). Bei manchen Anbietern kann die Schadensursache jedoch auch bereits vor Vertragsabschluss stattgefunden haben, wichtig ist hier nur, dass der Schaden selbst erst nach Vertragsbeginn eingetreten ist (Folgeereignistheorie).
    • Dazu ein Beispiel:

      Sie kaufen im Januar 2012 ein neues Auto. Im Juli 2012 schliessen Sie eine Rechtsschutzversicherung ab. Im Januar 2013 kommt es zu einem Unfall, weil der Autohersteller ein fehlerhaftes Teil verwendet hat. Bei der Folgeereignistheorie werden die Kosten des Rechtsstreit vom Versicherer übernommen. Bei der Kausalereignistheorie nicht, da die Schadenursache (Einbau fehlerhaftes Teil) vor Beginn der Rechtsschutzversicherung liegt.

Wohngebäudeversicherung

Mit der Wohngebäudeversicherung können Hausbesitzer ihr Gebäude gegen bestimmte Risiken versichern. Dabei können einzelne Gefahren versichert werden, oder mehrere kombiniert in einer verbundenen Wohngebäudeversicherung.
  • Feuerversicherung: Brand, Blitzschlag, Implosion, Explosion
  • Leitungswasserversicherung: Leitungswasser, Frost- und sonstige Bruchschäden
  • Sturmversicherung: Sturm (= ab Windstärke 8), Hagel
Neben der Wiederherstellung des beschädigten Gebäudes werden auch zusätzliche Kosten wie z.B. Schadenminderungs-, Aufräumungs- und Abbruchkosten usw. übernommen. Über entsprechende Klauseln kann der Versicherungsschutz erweitert werden, z.B. Ableitungsrohre außerhalb des Versicherungsgrundstücks.

Eine oft sinnvolle Ergänzung des Versicherungsschutzes ist z.B. die Mitversicherung von erweiterten Elementarschäden. Damit sind auch Schäden versichert, die durch Naturkatastrophen entstehen wie z.B. Überschwemmung, Starkregen, Schneedruck, Erdrutsch, Erdbeben etc. Bitte beachten: Wenn Ihr Haus z.B. in einem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet steht, bieten die meisten Versicherer keinen Schutz gegen Überschwemmung an.

Immer mehr Versicherer bieten auch sogenannte All-Risks- bzw. Allgefahren-Versicherungen an. Vereinfacht ausgedrückt ist hier alles versichert, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist.

Um Ärger im Schadensfall zu vermeiden sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass Unterversicherungsverzicht vereinbart wird. Sonst werden Leistungen gekürzt. Unterversicherungsverzicht wird von den Gesellschaften gewährt, wenn die Versicherungssumme nach einer von 3 bestimmten Methoden ermittelt wurde.

Methoden zur Wertermittlung mit Unterversicherungsverzicht

  • Wertermittlungsbogen der Gesellschaft
  • Gutachten eines Bausachverständigen
  • Umrechnung des Baupreises
Nach einem Anbau oder Umbau sollten Sie unbedingt Ihren Gebäudeversicherer benachrichtigen, da sonst durch die Wertsteigerung der Unterversicherungsverzicht verloren geht. Gleiches gilt auch nach dem Einbau von z.B. Schwimmbad, Fußbodenheizung etc.

Das sollten Sie über die Wohngebäudeversicherung wissen:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Gebäude zum gleitenden Neuwert mit Unterversicherungsverzicht versichert ist.
  • Auch die Kosten sollten in ausreichender Höhe mitversichert sein. Dazu zählen z.B.
    • Aufräumungs- und Abbruchkosten
    • Bewegungs- und Schutzkosten
    • Schadenminderungskosten
    • Dekontaminationskosten
    • Sachverständigenkosten
    • Mehrkosten infolge behördlicher Auflagen, Mehrkosten wegen technologischen Fortschritts...
    • usw.
  • Bei der Wertermittlung großzügig aufrunden (lieber einen Zuschlag von 10 % einrechnen). Es wäre verheerend, wenn Sie nach einem Hausbrand auf einem Schaden von 50.000,- € oder mehr sitzen bleiben, weil ein Gutachter feststellt, dass die Wertermittlung fehlerhaft war - und das wegen ein paar Euro Beitragsersparnis.
  • Anbieter wählen, der auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet - und zwar in unbegrenzter Höhe. Beispiel: Sie verlassen das Haus und vergessen eine Kerze zu löschen. Dadurch kommt es zu einem Brand. Sind grob fahrlässige Schäden nicht mitversichert, bleiben Sie auf einem Teil des Schadens sitzen.

Hausratversicherung

Hier wird Ihr gesamter Hausrat versichert. Dazu zählen z.B. Möbel, Elektrogeräte, Kleidung, Geschirr, Dekoartikel usw.

Vesicherte Gefahren in der Hausratversicherung

  • Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion
  • Einbruchdiebstahl, Vandalismus nach einem Einbruch und Raub
  • Leitungswasser
  • Sturm und Hagel
Je nach Anbieter und Tarif kann dieser grundsätzliche Leistungsumfang natürlich noch - meist gegen Beitragszuschlag - erweitert werden. So können z.B. Überspannungsschäden, Elementarschäden (wie z.B. Überschwemmung, Rückstau), Fahrraddiebstahl uvm. mitversichert werden. Auch eine Allgefahren-Deckung wird angeboten.

Wenn Sie eine vorgegebene Versicherungssumme pro Quadratmeter Wohnfläche (meist 650,- € / qm) abschließen, gewährt Ihnen der Versicherer Unterversicherungsverzicht. Das bedeutet im Schadensfall wird nicht geprüft ob die Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Wert Ihres Hausrats entspricht. Und Sie erhalten Schäden bis zur Versicherungssumme ohne Abzug erstattet.

Dazu ein Beispiel:

Sie haben eine Hausratversicherung mit 25.000,- € Versicherungssumme. Der tatsächliche Wert Ihres Hausrates beträgt jedoch 50.000,- €. Somit haben Sie eine Unterversicherung von 50 %. Wenn nun ein Schaden in Höhe von 10.000,- € eintritt, würden Sie ohne Unterversicherungsverzicht, von der Gesellschaft nur 5.000,- € erstattet bekommen, weil ja nur die Hälfte Ihres Hausrates versichert ist.

Das sollten Sie über die Hausratversicherung wissen:

  • Auch hier unbedingt auf Unterversicherungsverzicht achten.
  • Überspannungsschäden durch Blitz: Der direkte Blitzschlag ist immer versichert. Überspannungsschäden an Ihren Elektrogeräten, die infolge eines Blitzschlags z.B. in einem Trafohäuschen entstehen, nur wenn dies ausdrücklich mitversichert ist. Entweder wird ein bestimmter Prozentsatz der Versicherungssumme angeboten, oder unbegrenzt bis zur Versicherungssumme.
  • Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit: Wie bei der Wohngebäudeversicherung gilt auch hier, dass Schäden die durch grobe Fahrlässigkeit entstehen, nur dann vollständig ersetzt werden, wenn der Versicherer auf den Einwand verzichtet. Grob fahrlässig ist z.B.: Sie lassen die Waschmaschine laufen, wenn Sie morgens zur Arbeit gehen und es kommt dadurch zur Überschwemmung in Ihrer Wohnung

Glasversicherung

Wird meist zusammen mit der Wohngebäude- oder Hausratversicherung abgeschlossen. Es handelt sich aber grundsätzlich um einen eigenständigen Vertrag, der einzeln abgeschlossen werden kann.

Glasversicherung Hiermit können Sie Ihre Gebäude- und Mobiliarverglasung gegen Glasbruch versichern. Ersetzt werden dabei neben dem reinen Sachschaden auch entstandene Kosten für die Notverglasung, Aufräumarbeiten und Entsorgungskosten. Zusätzlich können eingeschlossen werden z.B. Ceran- bzw. Induktionskochfelder oder Kran- und Gerüstkosten.

Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind z.B. optische Gläser, Hohlgläser, Geschirr, Beleuchtungskörper, Handspiegel usw.

Sonstige Versicherungen

Neben den bisher erwähnten Sachversicherungen gibt es noch eine Reihe anlassbezogener Versicherungen bzw. Spezialversicherungen.

Weitere Versicherungen:

  • Photovoltaikversicherung: Versichert werden kann die Anlage selbst, sowie der Ertragsausfall und der Minderertrag. Zusätzlich kann auch eine Betreiberhaftpflichtversicherung und eine Montageversicherung abgeschlossen werden.
  • Bauleistungsversicherung: Damit kann sich ein Bauherr gegen unvorhersehbare Schäden während der Bauzeit absichern. Es handelt sich hier um eine Allgefahrendeckung, jedoch ohne das Risiko Feuer. Dieses wird durch die Feuerrohbauversicherung abgedeckt.
  • Feuerrohbauversicherung: Hier wird der Rohbau während der Bauzeit gegen Feuer versichert.
  • Auslandskrankenversicherung: Deckt Behandlungskosten beim vorübergehenden Aufenthalt im Ausland (Urlaub), sowie evtl. Rücktransport.
  • Reiseversicherung: Kosten für die unvorhergesehene Stornierung einer gebuchten Reise und das Reisegepäck können versichert werden. Es gibt aber auch spezielle Reise-Haftpflichtversicherungen und Reise-Unfallversicherugen.
  • Musikinstrumentenversicherung: Eine Allgefahrendeckung für Musikinstrumente und Zubehör wie z.B. Noten, Koffer, Verstärker etc.
  • Gegenstandsversicherung: Egal ob Handy, Fahrrad, Fotoausrüstung, Campingausrüstung, oder die neue hochwertige Couch... nahezu alles läßt sich über eine entsprechende Spezialpolice versichern
  • Valorenversicherung: Versichern Sie damit Ihre Wertgegenstände wie z.B. Gemälde, Schmuck, Antiquitäten, Sammlungen etc.