Versicherungsmakler Thomas Vetter
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Hinterbliebenenvorsorge

 Hinterbliebenenabsicherung Sterbegeldversicherung RisikolebensversicherungÜber den eigenen Tod nachzudenken, wird oft gerne vernachlässigt. Neben seelischem Schmerz ist der Tod aber auch mit finanziellen Einbußen der Hinterbliebenen verbunden.

Witwenrente / Waisenrente

Von staatlicher Seite gibt es eine Witwenrente bzw. Waisenrente. Bei der Witwenrente wird zwischen der großen und kleinen Witwenrente unterschieden.

Anspruch auf Witwen-/Witwerrente besteht, wenn:
  • Der Verstorbene erfüllte die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung
und
  • Der Hinterbliebene war mit dem Verstorbenen zum Zeitpunkt des Todes rechtsgültig verheiratet
und
  • Die Ehe bestand zum Zeitpunkt des Todes des Verstorbenen für mindestens ein Jahr.
und
  • Der Hinterbliebene hat nicht wieder geheiratet
Damit besteht ein Anrecht auf die kleine Witwenrente.

Für die Große Witwenrente müssen folgende zusätzliche Voraussetzungen erfüllt sein:
  • Der Hinterbliebene Partner hat das 45. Lebensjahr vollendet. Diese Altersgrenze wird bis zum Jahr 2029 stufenweise auf das 47. Lebensjahr angehoben.
oder
  • Er / sie erzieht ein unter 18 jähriges Kind des verstorbenen Ehegatten
oder
  • der Hinterbliebene ist teilweise oder voll erwerbsgemindert.
Die große Witwenrente beträgt 55 % der Rente, die der Versicherte vor seinem Tod bezogen hat oder als Rentner bezogen hätte. Hat der Hinterbliebene eigene Einkünfte, zum Beispiel eine Rente aus eigener Versicherung, werden diese ab einer bestimmten Höhe auf die Witwenrente angerechnet.

In den ersten drei Kalendermonaten nach dem Tod des verstorbenen Partners („Sterbevierteljahr“) findet keine Einkommensanrechnung statt. In dieser Zeit wird die Witwenrente in voller Höhe der Rente des Verstorbenen geleistet.

Die kleine Witwenrente beträgt 25 % der Rente, die dem Verstorbenen zustand oder zugestanden hätte. Sie ist auf 24 Monate begrenzt.

Die Waisenrente wird grundsätzlich bis zum vollendeten 18. Lebensjahr gezahlt. Während der Schul- oder Berufsausbildung, oder bei Behinderung, wird die Rente unter Umständen bis zum vollendeten 27. Lebensjahr gezahlt. Die Höhe der Waisenrente beträgt 10 % des Rentenanspruchs des verstorbenen Elternteils bei Halbwaisenrenten, bzw. 20 % des Rentenanspruchs des Elternteils mit der höheren Anwartschaft bei Vollwaisenrenten.

Bei volljährigen Waisen wird eigenes Einkommen angerechnet.

Risikolebensversicherung

Sie sehen, die gesetzlichen Leistungen der Witwen- und Waisenrente sind eher dürftig. Der Wegfall eines Einkommens nach dem Tod hinterlässt eine spürbare finanzielle Lücke. Darum empfiehlt sich insbesondere für Familienversorger, oder zur Absicherung einer Immobilienfinanzierung der Abschluss einer Risikolebensversicherung.

Bei der Risikolebensversicherung kommt bei Tod der versicherten Person, die vorher vereinbarte Versicherungssumme zur Auszahlung.

Die Versicherungssumme sollte das 3 bis 5 fache des Jahresbruttoeinkommens betragen.

Im Wesentlichen gibt es 2 Varianten der Risikolebensversicherung:
  • Mit konstanter Versicherungssumme (geeignet zur Hinterbliebenenversorgung)
  • Mit fallender Versicherungssumme (zur Finanzierungsabsicherung)

Sterbegeldversicherung

Wer trägt die Bestattungskosten? Alles kostet Geld. Nicht nur das Leben, auch das Sterben. Nach einem Todesfall haben die Hinterbliebenen mit zum Teil erheblichen finanziellen Belastungen zu rechnen. Ein „Sterbegeld“ von Seiten der gesetzlichen Krankenkasse gibt es seit 2004 nicht mehr.


Kosten für Grabstein, Sarg, Trauerfeier, Grabausstattung etc. Da kommen schnell ein paar Tausend Euro zusammen. Hinzu kommen noch Grabbenutzungs- und Bestattungsgebühren.Wer seinen Hinterbliebenen diese Kosten ersparen möchte, schließt zu Lebzeiten eine Sterbegeldversicherung ab.

Bei einer Sterbegeldversicherung wird eine bestimmte Summe (Versicherungssumme) vereinbart, die bei Tod zur Auszahlung kommt. Diese beläuft sich meist auf 2.500,- € bis 10.000,- €. Die Laufzeit der Versicherung geht ein Leben lang. Die Beitragszahlung erfolgt in der Regel bis zum 85. Lebensjahr. Verstirbt die versicherte Person, wird die Versicherungssumme zzgl. Überschüsse an die Hinterbliebenen ausbezahlt.

Die Sterbegeldversicherung kann dabei mit oder ohne Wartezeit abgeschlossen werden. Wird eine Wartezeit vereinbart – je nach Anbieter und Eintrittsalter zwischen 6 Monate und 3 Jahre – entfallen bei Antragstellung die Gesundheitsfragen. Eine Leistung gibt es dann natürlich nur, wenn der Tod erst nach der Wartezeit eintritt.

Manche Gesellschaften bieten neben der reinen Geldleistung auch zusätzliche Assistance-Leistungen an. So kümmert sich dann z.B. der Versicherer um die gesamte Bestattung.

Empfehlenswert ist die Sterbegeldversicherung für:
  • Personen, die Ihren Hinterbliebenen die Kosten für eine Bestattung ersparen wollen.
  • Alle die keine Hinterbliebenen haben und dennoch sicherstellen wollen, dass eine Beerdigung so abläuft, wie man es sich selbst wünscht (dann Anbieter mit Assistance-Leistungen).
Was tun?

Auch wenn der Tod eines Angehörigen mit Schmerz und Trauer verbunden ist, auf die Hinterbliebenen kommen eine Menge Aufgaben zu. Formalitäten müssen erledigt und Termine eingehalten werden. Hier eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Dinge.

Zuerst muss ein Arzt verständigt werden, der den Tod offiziell feststellt und den Totenschein ausstellt.

Im Anschluss sollten die engsten Angehörigen  benachrichtigen werden. Mit ihnen können auch die weiteren Schritte besprochen werden, z.B. wer welche Aufgaben übernimmt.

Als nächstes suchen Sie die wichtigsten Dokumente zusammen, wie z.B. Personalausweis des Verstorbenen, Stammbuch, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Versichertenkarte der Krankenkasse, Versicherungsunterlagen zur Sterbegeld-, Lebens- und Unfallversicherung.

Gibt es eine Sterbegeldversicherung diese sofort benachrichtigen. Nicht nur wegen der Geldleistung, evtl. sind Assistance-Leistungen vereinbart.

Auch ganz wichtig: Liegt ein Testament, Vorsorgevertrag oder sonstige Willenserklärung zur gewünschten Bestattungsart vor?

Wenn eine kirchliche Beisetzung gewünscht wird, Termin mit Pfarrer abstimmen.

Nun kann ein Bestattungsunternehmen beauftragt und die Überführung veranlaßt werden. Absprache welche Aufgaben selbst übernommen werden.

Aufsetzen einer Todesanzeige, Reservierung bei Gaststätte für Leichenschmaus, Grabschmuck auswählen usw.

Todesfall beim Standesamt anzeigen und Sterbeurkunde ausstellen lassen.

Lebensversicherungen, Rentenversicherungen und Unfallversicherungen (sofern Unfalltod) unverzüglich über den Tod informieren (innerhalb 2 bis 3 Tage) und Leistungen beantragen.

Benachrichtigen Sie innerhalb von 3 Tagen auch die Krankenversicherung, Pflegeversicherung (wenn Pflegeleistungen bezogen wurden),   gesetzliche Rentenversicherung (evtl. Anspruch Witwenrente), Arbeitgeber des Verstorbenen bzw. Arbeitsamt  über den Todesfall.

Erbschein beim Nachlaßgericht beantragen, sofern wirklich einer benötigt wird. Oft ist auch ein Testament ausreichend.

Wenn Wohnung nur vom Verstorbenen bewohnt wurde, Wohnungsauflösung veranlassen. Strom-, Gas-, Wasseranbieter verständigen.

Kontoauszüge des Verstorbenen kontrollieren, Daueraufträge löschen und Abos von Zeitschriften, Mitgliedschaften etc. kündigen.

Sonstige Versicherungen kündigen oder als Rechtsnachfolger die Versicherungsnehmereigenschaft übernehmen. Dazu Gespräch mit dem Versicherungsvermittler des Verstorbenen führen, oder mit der jeweiligen Gesellschaft direkt in Verbindung setzen.



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